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Messi

16. November 2003, Eröffnungsspiel des Estádio do Dragão in Porto. Lionel Messis Debüt in der ersten Mannschaft. Im Club wusste bereits jeder, dass er Erfolg haben würde. Aber was war vorher? Wie hat er es geschafft?

September 5, 2019

Ein Informatikprofessor beschreibt ihn als Kind ohne Lernbereitschaft. Die Französischlehrerin sagt, er habe in ihrem Unterricht keine Leistung gezeigt. Der Koch von La Masia bemerkte, dass er stets als Letzter zum Abendessen kam. Verón erinnert sich, dass er sich während der Weltmeisterschaft weigerte, aus dem Bett aufzustehen … Wer hätte gedacht, dass dieser schüchterne, träge Junge einmal so viel erreichen würde?

Als Kind litt Leo an einer Form des Zwergwuchses – einem Wachstumshormonmangel. Da er deutlich kleiner war als Gleichaltrige, war er sehr zurückgezogen. In der Schule schämte er sich, ein Wort zu sagen oder sich etwas zu essen zu kaufen – eine Freundin tat es für ihn. Wegen seiner Kommunikationsprobleme und seines geringen Selbstwertgefühls wurde Leo von seinem Lehrer zum Psychologen geschickt. Seine Freunde nannten ihn nicht „La Pulga“ (Floh), sondern „Enano“ (Zwerg). Die hohen Behandlungskosten waren ein großes Hindernis. Messi musste sich täglich ein Wachstumshormon spritzen, das 1.000 $ im Monat kostete – mehr als die Hälfte des Gehalts seines Vaters. Die Fußballschule in Spanien half: La Masia übernahm die Hälfte der Kosten. Mit 13 Jahren flog er nach Europa.

Die Trennung von seiner Familie fiel ihm sehr schwer – ein Agent erinnert sich, dass er nicht aufhören konnte zu weinen. Er war sehr sensibel, aber auf dem Platz kämpferisch. Er war häufig verletzt. Sein Körper entspricht nicht dem eines typischen Fußballspielers: breite Hüften, kurze Arme, niedrige Körpergröße, langer Oberkörper – sein Körper benötigt maßgeschneiderte Ausrüstung. Oft war er geistig abwesend, etwa als er sich auf der Toilette einschloss und zu spät zum Play-off-Spiel von Newell’s kam oder sich in Barcelona beim Treppabsteigen den Knöchel brach. Laut einem Bericht des FC Barcelona aus August 2003 war Messi der talentierteste – und der größte Langschläfer seines Jahrgangs. Ein Ritual begleitet ihn seit Kindheitstagen: Nach dem Training schläft er täglich etwa drei Stunden.

Sein Genie ist gleichzeitig eine potenzielle Gefahr. In seiner Heimatstadt Rosario ist Leo stets ein mögliches Ziel für Fanatiker. 2011 verließ er ein Restaurant, als ihn ein Fan von Rosario Central mit der Faust ins Gesicht schlug. Vor einem Clasico gegen Real Madrid wurde auf das Haus seines älteren Bruders geschossen. Medien vermuteten, dass der Vorfall Leo verunsichern sollte. Matías Messi zeigt sich daher nicht im Fernsehen oder auf Fotos – das wäre zu gefährlich.

18. April 2007 – Halbfinale des King’s Cup. Messi erzielt ein Tor, das auf YouTube Zuschauerrekorde bricht – und mit dem Tor seines Kindheitsidols Maradona verglichen wird.

21. Dezember 2009, Zürich. Messi wird laut FIFA zum besten Fußballspieler des Jahres gekürt – mit der höchsten Punktzahl aller Zeiten. In den folgenden zwei Jahren gewinnt er zwei weitere Ballon d’Or.

20. März 2012, Ligaspiel gegen Granada. Messi erzielt einen Hattrick und wird der beste Torschütze der Vereinsgeschichte.

Allein mit Fußball verdient Messi jährlich über 100 Millionen Euro. Er ist ein Vorbild und eine Inspiration für viele Menschen. Die Geschichte eines sensiblen Jungen mit gesundheitlichen Problemen, mangelndem Selbstwertgefühl und aus armen Verhältnissen macht vielen Mut. Heute hat Messi nicht nur Erfolg, sondern auch eine liebevolle Familie – er ist Vater von drei Söhnen. Hat sich der jahrelange Kampf gelohnt? Ich denke, jeder kennt die Antwort.

Der Artikel basiert auf dem Buch „Messi“ von Leonardo Faccio.

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